Was ist das, was lerne ich da?

Als Fachfrau/Fachmann Hotellerie-Hauswirtschaft organisieren und erledigen Sie alle grundlegenden hauswirtschaftlichen Arbeiten in einem Grossbetrieb. Die Grundbildung kann in Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Pensionen und Herbergen, in Organisationen des Gesundheitswesens wie Spitäler, Kliniken, Institutionen und Heimen, sowie sonstigen Unternehmen mit Gästen, Kundinnen und Kunden absolviert werden.

Je nach Unternehmen, in dem Sie tätig sind, können Ihre Aufgaben recht unterschiedlich sein, doch stets geht es darum, für die Gäste, Patienten oder Bewohner und Bewohnerinnen eine warme und freundliche Atmosphäre zu schaffen, die Räume sauber zu halten, besondere Anlässe zu organisieren, vorzubereiten und vieles mehr.

Dabei werden folgende Handlungskompetenzen erlernt:

  • Auftreten und Kommunizieren
  • Servieren von Getränken und Speisen
  • Reinigen und Gestalten von Räumen
  • Sicherstellen der Wäscheversorgung
  • Organisieren und Umsetzen von Betriebsabläufen

Innerhalb des Berufs zur/zum Fachfrau/Fachmann Hotellerie-Hauswirtschaft gibt es die folgenden Schwerpunkte:

  • Hotellerie: Das bedeutet, dass Leistungsziele zu Fremdsprachenkenntnissen (zweite Landessprache oder Englisch) beinhaltet sind.
  • Hauswirtschaft: Das bedeutet, dass Leistungsziele zur Zubereitung einfacher Speisen beinhaltet sind.

Der Schwerpunkt wird vom Ausbildungsbetrieb definiert und im Lehrvertrag festgehalten.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Einmal pro Woche wird die Berufsfachschule besucht. Die Ausbildung endet mit dem Qualifikationsverfahren das zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) führt.


Anforderungen an mich?

  • Abschluss obligatorische Schulbildung
  • PC-Kenntnisse
  • Du arbeitest und kommunizierst gerne mit unterschiedlichen Menschen.
  • Du arbeitest kundenorientiert und hast ein Gastgeber-Herz.
  • Du hast einen Sinn für Ordnung und Struktur.
  • Du bist flexibel, übernimmst Verantwortung und handelst auch in stressigen Situationen professionell.
  • Du magst abwechslungsreiche und herausfordernde Aufgaben.
  • Dich reizt die Vielfalt der möglichen Tätigkeitsgebiete in unterschiedlichen Betrieben.
  • Du bist ein Organisationstalent, denkst lösungsorientiert und vernetzt.

Wie viel verdiene ich?

Die OdA Hauswirtschaft Schweiz gibt folgende Lohnempfehlungen für Bruttolöhne während der Ausbildung zur Fachfrau/Fachmann Hauswirtschaft EFZ ab:

1. Ausbildungsjahr
1'020.- CHF

2. Ausbildungsjahr
1'300.- CHF

3. Ausbildungsjahr
1'550.- CHF

Die Löhne können je nach Region variieren.

Nach abgeschlossener Grundbildung empfiehlt die OdA Hauswirtschaft Schweiz folgende Bruttolöhne (Durchschnittsansätze x 13):
Fachfrau/Fachmann Hauswirtschaft EFZ
Anfangslohn
4'100.– bis 4'500.– CHF

Die Lohnempfehlungen sind gültig ab 1. Januar 2023.


Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung zur/zum Fachfrau/Fachmann Hotellerie-Hauswirtschaft findet an den drei Lernorten Betrieb, Berufsfachschule und Überbetrieblicher Kurs statt.

Im Betrieb ist man im Durchschnitt an 4 Tagen pro Woche, in der Berufsfachschule an einem Tag in der Woche (pro Lehrjahr 360 Lektionen) und im Überbetrieblichen Kurs 19 Tage zu 8 Stunden über die gesamte Lehrzeit von 3 Jahren. In einigen Fällen ist die Berufsfachschule mit dem Überbetrieblichen Kurs auch als Blockkurs organisiert, in der Regel 2 x 5 Wochen im Jahr.


Wie komme ich zu einer Ausbildungsstelle?

Wenn das Berufsziel klar ist, dann kann es losgehen. Idealerweise haben Sie in diesen Beruf schon mal geschnuppert oder ein Praktikum absolviert.

1. Adressen von Lehrbetrieben finden

Hier einige Links (Liste ist nicht abschliessend), wo Sie Betriebe in Ihrer Umgebung zum Schnuppern finden können.

lehr-stelle.ch/region-ostschweiz
www.berufsberatung.ch/Dyn/Show/2930
www.yousty.ch/de-CH/lehrstellen/SG
www.lehrstellenboerse.ch/
www.heiminfo.ch/
www.hauswirtschaft.ch/
www.hwostschweiz.ch
www.hotellerie-hauswirtschaft.ch

2. Empfehlung Eignungstest
3. Bewerbungsdossier erstellen:

Zu einer vollständigen Lehrstellenbewerbung gehören:

  • der Bewerbungsbrief, auch Motivationsschreiben genannt
  • der Lebenslauf
  • Zeugniskopien

Je nachdem kommen weitere Beilagen dazu:

  • Ergebnisse von Eignungstests, wenn vom Lehrbetrieb gewünscht
  • Schnupperlehrbeurteilungen
  • Formulare, die vom Lehrbetrieb selber zugestellt werden

Die Bewerbungsunterlagen müssen gut formuliert und so gestaltet sein, dass Sie beim Lehrbetrieb Aufmerksamkeit erregen. Es lohnt sich beispielsweise ein spezielles Deckblatt zu gestalten und die Unterlagen dem Lehrbetrieb zuzustellen.

4. Vorstellungsgespräch
5. Schnuppern
6. Absagen oder Zusagen


Wo kann ich schnuppern?

Grundsätzlich kann man überall schnuppern, wo Lernende ausgebildet werden. So finden Sie heraus, ob Sie den Beruf wirklichen lernen wollen oder ob Ihre Interessen und Ihre Stärken an einem anderen Ort liegen. Wichtig, der Ort, wo Sie schnuppern gehen, muss nicht zwingend einen Ausbildungsplatz für Sie frei haben, Sie wollen ja lediglich herausfinden, ob Ihnen der Beruf gefällt oder nicht.

  • Rufen Sie frühzeitig in einem Betrieb Ihrer Wahl an
  • Geben Sie den gewünschten Zeitraum an, in der Regel werden 2–5 Arbeitstage geschnuppert

Klären Sie folgendes am Telefon ab:

  • Wann müssen Sie sich bei wem am ersten Tag im Betrieb melden?
  • Wie kommen Sie in den Betrieb (Anreise)?
  • Wie lange sind die Arbeitszeiten?
  • Wie sieht das Schnupperlehrprogramm aus?
  • Müssen Sie spezielle Arbeitskleider tragen?
  • Müssen noch Fragen betreffend Versicherungen, Vertrag oder Entschädigung geklärt werden?
  • Müssen Sie die Verpflegung selber mitnehmen?
  • Können Sie (falls vorhanden) das eigene Schnupperlehr-Tagebuch mitbringen?

Hier einige Links (Liste ist nicht abschliessend), wo Sie Betriebe in Ihrer Umgebung zum Schnuppern finden können.

lehr-stelle.ch/region-ostschweiz
www.berufsberatung.ch/Dyn/Show/2930
www.yousty.ch/de-CH/lehrstellen/SG
www.lehrstellenboerse.ch
www.heiminfo.ch
www.hauswirtschaft.ch
www.hwostschweiz.ch
www.hotellerie-hauswirtschaft.ch